Der Banff Nationalpark bietet eine atemberaubende Landschaft aus schneebedeckten Gipfeln, türkisfarbenen Seen, grünen Wäldern und eisigen Gletschern. Ob du wandern, radfahren, skifahren oder einfach nur die Aussicht genießen möchtest, du wirst immer etwas Neues und Schönes entdecken. Naturwunder, wie die Seen Lake Louise und Moraine Lake, verzaubern jedes Jahr Millionen von Besuchern.
Der Nationalpark von Banff wurde 1885 gegründet und er war somit der erste Nationalpark in Kanada. Er ist nicht nur der älteste, sondern mit mehr als 4 Millionen Besuchern pro Jahr auch der meistbesuchte Nationalpark Kanadas. Seit 1984 gehört der Park zum UNESCO-Welterbe, zusammen mit den benachbarten Nationalparks Jasper, Kootenay und Yoho.
Lass dich von dem Andrang nicht abschrecken. Ein Besuch in diesem wunderbaren Teil Kanadas lohnt sich auf jeden Fall. Im Folgenden findest du 5 Gründe, warum sich eine Reise zum Banff Nationalpark lohnt.
In diesem Artikel:
- 5 Hauptattraktionen des Banff Nationalpark: Lake Louise und Moraine Lake, Sulphur Mountain, Banff, Icefields Parkway und Johnston Canyon
- Wann ist die beste Reisezeit?
- Wissenswertes zur Anreise, Unterkunft und Bären
Die 5 wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Banff Nationalpark
Lake Louise und Moraine Lake

Wenn du den Banff Nationalpark besuchst, musst du unbedingt Moraine Lake und Lake Louise sehen, zwei der schönsten Seen der Welt. Beide Seen sind von Gletschern gespeist und haben eine atemberaubende türkisblaue Farbe, die je nach Lichteinfall und Jahreszeit variiert. Sie sind umgeben von majestätischen Bergen, die dir ein einzigartiges Panorama bieten.
Moraine Lake liegt an einem der malerischsten Orte in den kanadischen Rockies. Du kannst entlang des Ufers spazieren, ein Kanu mieten oder eine der vielen Wanderwege erkunden, die vom See aus starten. Ein kurzer, beliebter Weg ist der Rockpile Trail, der zu einem Aussichtspunkt führt, von dem aus du den berühmten Blick auf den See und die zehn umliegenden Gipfel genießen kannst. Die Aussicht vom Rockpile war sogar einst auf der kanadischen 20-Dollar-Note abgebildet.
Lake Louise ist nicht nur ein wunderschöner See, sondern auch ein historischer Ort. Hier befindet sich das Fairmont Chateau Lake Louise, ein luxuriöses Hotel, das 1890 als einfache Blockhütte für Eisenbahnreisende erbaut wurde. Heute ist es eines der bekanntesten Hotels der Welt, das viele berühmte Gäste wie Königin Elizabeth II., Marilyn Monroe und Alfred Hitchcock beherbergt hat.
Am Lake Louise kannst du Kanu fahren, reiten oder im Winter Schlittschuh laufen. Außerdem gibt es mehrere Wanderwege, die vom See aus zu anderen Seen oder Teestuben führen. Ein beliebter Weg ist der Lake Agnes Tea House Trail, der dich zu einem charmanten Teehaus bringt, das seit 1905 in Betrieb ist. Der perfekte Ort für eine ausgiebige Pause!
Moraine Lake und Lake Louise sind zwei Highlights des Banff Nationalparks, die dich verzaubern werden. Aufgrund des Andrangs ist die Straße zu den Seen für private PKW gesperrt. Ein Shuttle-Service von Parks Canada bringt dich bequem von der Skistation von der Ortschaft Lake Louise zu den beiden Seen. Auch in der Nebensaison solltest du Tickets unbedingt im voraus buchen. Das geht direkt auf der Webseite von Parks Canada.
Sulphur Mountain

Eine weitere Attraktion im Banff Nationalpark ist der Sulphur Mountain und die Banff Gondola. Der Sulphur Mountain ist ein 2.451 Meter hoher Berg, der seinen Namen von heißen Quellen hat, die an seinem Fuß entdeckt wurden. Er bietet eine fantastische Aussicht auf das Tal des Bow River, die Stadt Banff und die umliegenden Gipfel der kanadischen Rockies.
Um den Gipfel des Sulphur Mountain zu erreichen, hast du zwei Möglichkeiten: du kannst entweder den Sulphur Mountain Trail wandern, einen 5,5 Kilometer langen Weg, der dich in etwa zwei Stunden zum Gipfel führt, oder du kannst die Banff Gondola nehmen. Die Seilbahn ist eine bequeme und entspannende Alternative, falls du deine Kräfte für die vielen anderen tollen Wanderungen im Banff Nationalpark sparen willst.
Oben angekommen, erwartet dich ein modernes Gipfelzentrum mit einer Aussichtsplattform, die dir einen 360-Grad-Blick auf die Berge bietet. Du kannst auch den 1 Kilometer langen Bretterweg zur Cosmic Ray Station und Sanson’s Peak spazieren, von wo du weitere eindrucksvolle Ausblicke genießen kannst.
Wenn du Hunger hast, kannst du in einem der Restaurants im Gipfelzentrum speisen. Zum Beispiel dem Sky Bistro, einem preisgekrönten Restaurant, das euch eine köstliche alpine Küche mit regionalen Zutaten serviert, oder dem Northern Lights, einem gemütlichen Restaurant mit Buffet. Beide Restaurants haben große Fenster, die dir einen atemberaubenden Blick auf die Berge bieten.
Banff

Neben den atemberaubenden Naturschönheiten hat der Banff Nationalpark auch eine lebendige und charmante Stadt zu bieten: Banff. Banff ist die größte Ortschaft innerhalb des Parks und liegt am Bow River, umgeben von Bergen. Sie ist ein idealer Ausgangspunkt für Erkundungstouren im Park, aber auch ein lohnendes Ziel für sich.
Banff hat eine reiche Geschichte, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht, als die ersten europäischen Siedler und Eisenbahnbauer in die Region kamen. Du kannst mehr über die Vergangenheit der Stadt erfahren, indem du das Banff Park Museum, das Whyte Museum of the Canadian Rockies oder die Cave and Basin National Historic Site besuchst, wo die ersten heißen Quellen entdeckt wurden.
Banff hat aber auch eine moderne und kulturelle Seite. Du kannst die zahlreichen Geschäfte, Galerien, Cafés und Restaurants entlang der Banff Avenue erkunden, die Hauptstraße der Stadt, die im Sommer zur Fußgängerzone wird. Es gibt auch verschiedene Festivals und Veranstaltungen in Banff, wie das Banff Mountain Film and Book Festival oder der Banff Winter Carnival.
Icefields Parkway

Der Icefields Parkway ist eine 232 km lange Straße, die Lake Louise im Banff Nationalpark mit Jasper im Jasper Nationalpark verbindet und entlang der kontinentalen Wasserscheide durch die Rocky Mountains führt. Sie ist eine der schönsten Straßen der Welt und bietet eine unvergleichliche Aussicht auf Berge, Gletscher, Wasserfälle, Seen und, mit etwas Glück, Wildtiere, die du nirgendwo anders finden kannst.
Entlang des Icefields Parkway gibt es eine Vielzahl von Haltepunkten an Sehenswürdigkeiten oder an Startpunkten für Wanderungen, die dich zu wunderschönen Aussichtspunkten führen.
Hier ist eine kleine Auswahl:
- Columbia Icefield: Es ist das größte Eisfeld in den Rocky Mountains, das mehrere Gletscher speist, darunter den Athabasca-Gletscher, den Saskatchewan-Gletscher und den Dome-Gletscher. Am Icefield Centre kannst du den Athabasca-Gletscher mit einem speziellen Fahrzeug, dem Ice Explorer, befahren oder bis zum Rand des Gletschers wandern, der sich jedes Jahr um viele Meter zurückzieht, was durch Hinweisschilder mit Jahreszahl gekennzeichnet ist. Wandertipp: Bei einer Wanderung auf den Parker Ridge oder den Wilcox Pass, unweit des Icefield Centre, kannst du einen Blick auf das Eisfeld erhaschen.
- Peyto Lake: Ein smaragdgrüner See, der von einem Aussichtspunkt aus gesehen werden kann, der weniger als 1 km vom Parkplatz entfernt liegt. Ein kurzer, aber unvergesslicher Halt am Icefields Parkway!
- Mistaya Canyon: Eine tiefe Schlucht, die vom Mistaya River geformt wurde, der sich durch das Gestein schneidet und eine Reihe von Stromschnellen und Wasserfällen bildet. Der Canyon lässt sich über einen kurzen Wanderweg erreichen.
- Athabasca Falls: Ein mächtiger Wasserfall, der vom Athabasca River erzeugt wird, der vom Columbia Icefield abfließt. Der Wasserfall ist mit 23 Metern nicht sehr hoch im Vergleich zu anderen Wasserfällen der kanadischen Rockies, aber sehr breit und laut, da er eine große Menge an Wasser durch eine enge Schlucht drückt.
Ein Roadtrip auf dem Icefields Parkway ist ein einzigartiges Erlebnis, das du nicht verpassen solltest, wenn du den Banff Nationalpark besuchst. Es gibt unglaublich viel zu entdecken. Selbst wenn du nicht aussteigen willst, allein von der Straße aus gibt es Aussichten, die dich ins Staunen versetzen werden.
Eine komplette Übersicht über die Attraktionen und Haltepunkte findest du auf der Webseite von Parks Canada.
Johnston Canyon

Eine der beliebtesten und einfachsten Wanderungen im Banff Nationalpark ist entlang des Johnston Canyon. Der Johnston Canyon ist eine tiefe und schmale Schlucht, die vom Johnston Creek geformt wurde, einem Wildbach, der vom Johnston Glacier abfließt.
Der Canyon bietet dir eine spannende und abwechslungsreiche Wanderung, bei der du über hängende Stege läufst, die an den Felswänden der Schlucht befestigt sind. Dabei kannst du die Kraft und Schönheit des Wassers bewundern, das sich seinen Weg durch die Felsen bahnt und mehrere Wasserfälle bildet.
Der Johnston Canyon Trail ist das ganze Jahr über zugänglich und hat zwei Hauptziele: die Lower Falls und die Upper Falls. Die Lower Falls sind nach etwa 1,1 km zu erreichen und haben eine Höhe von 10 Metern. Um den Wasserfall aus der Nähe zu sehen, musst du durch eine kleine Höhle gehen, die zu einem kleinen Aussichtspunkt führt. Aber Vorsicht, hier wird es nass! Die Upper Falls sind nach etwa 2,5 km zu erreichen und haben eine Höhe von 30 Metern.
Wenn du noch mehr Energie hast, kannst du den Johnston Canyon Trail weiter bis zu den Ink Pots verfolgen, Mineralquellen, die in verschiedenen Farben schimmern. Die Ink Pots sind nach etwa 5,7 km zu erreichen und liegen in einem offenen Tal mit Blick auf die Berge. Sie sind ein schöner Ort, um eine Pause zu machen und ein Picknick zu genießen.
Mehr Informationen zu den Attraktionen im Banff Nationalpark
Natürlich gibt es im Banff Nationalpark noch viel mehr zu entdecken. Vor deiner Reise empfehlen wir dir, außer der Lektüre eines guten Reiseführers, die Webseite von Parks Canada zu besuchen (Informationen auf Englisch und Französisch). Hier findest du auch Informationen zum Zustand der Wanderwege. Außerdem gibt es mehrere Webseiten und Blogs (auf Englisch), die sich nur mit dem Banff Nationalpark und seiner Umgebung befassen:
Wann ist die beste Reisezeit für einen Besuch im Banff Nationalpark?
Der Banff Nationalpark ist das ganze Jahr über ein lohnendes Reiseziel. Die beste Reisezeit hängt natürlich davon ab, was du erleben möchtest. Je nachdem, gibt es bestimmte Jahreszeiten, die sich besser für deine Reise eignen.
Sommer
Wenn du die spektakulären Seen, wie den Lake Louise oder den Moraine Lake, in ihrem türkisblauen Glanz sehen möchtest, solltest du zwischen Juni und September reisen. Das ist auch die beste Zeit für Wanderungen, Radtouren und andere Outdoor-Aktivitäten. Allerdings musst du mit vielen anderen Touristen rechnen, die die gleichen Attraktionen besuchen wollen. Früh am Morgen oder spät am Abend hast du bessere Chancen, die Menschenmassen zu vermeiden.
Herbst
Wenn du die bunten Herbstfarben der Laubbäume bewundern möchtest, ist der September oder Oktober eine gute Wahl. Die Temperaturen sind noch angenehm und die Landschaft ist in ein goldenes Licht getaucht. Außerdem kannst du in dieser Zeit die Paarungszeit der Elche beobachten, die sich oft in der Nähe von Flüssen oder Seen aufhalten. Sei aber vorsichtig und halte genügend Abstand zu den Tieren, die sehr territorial sein können.
Winter
Wenn du ein Winterwunderland erleben möchtest, ist der Banff Nationalpark von November bis März ein Paradies für Schnee- und Eisliebhaber. Du kannst Skifahren, Snowboarden, Schlittschuhlaufen, Schneeschuhwandern oder Hundeschlittenfahren in einer traumhaften Kulisse. Außerdem kannst du die heißen Quellen besuchen, und dich in einem der vielen Wellness-Hotels verwöhnen lassen. Der Winter ist auch eine gute Zeit, um Wildtiere zu sehen, die nach Nahrung suchen oder Mineralien an den Felsen lecken.
Für mehr Informationen:
Wissenswertes
Anreise: Wie kommst du zum Banff Nationalpark?
Der Banff Nationalpark liegt etwa 120 Kilometer westlich von Calgary, der größten Stadt in der Provinz Alberta. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um zum Park zu gelangen. Hier sind einige Optionen:
- Mit dem Flugzeug: Der nächstgelegene internationale Flughafen ist der Calgary International Airport, der Flüge aus vielen Städten in Kanada, den USA und aus Europa anbietet. Von dort kannst du einen Mietwagen nehmen oder einen Shuttlebus zum Park buchen. Die Fahrt dauert etwa anderthalb Stunden.
- Mit dem Auto: Der Banff Nationalpark ist über den Trans-Canada Highway (Highway 1) erreichbar, der von Ost nach West durch Kanada verläuft. Die Fahrt von Calgary nach Banff dauert etwa 90 Minuten, von Vancouver sind es etwa neun Stunden.
- Mit dem Bus: Es gibt mehrere Busunternehmen, die regelmäßige Verbindungen zwischen Calgary und Banff oder Lake Louise anbieten. Die Preise und Fahrpläne variieren je nach Saison und Anbieter, daher solltest du dich im Voraus informieren und buchen.
- Mit dem Zug: Die momentan einzige Möglichkeit mit dem Zug zum Banff Nationalpark zu gelangen, ist mit dem luxuriösen Rocky Mountaineer. Die mehrtägige Zugfahrt startet in Vancouver und bietet eine malerische Fahrt durch die Rocky Mountains, die in Banff oder Lake Louise hält.
Nahverkehr: Auf welche Art kannst du dich im Banff Nationalpark fortbewegen?
Wenn du im Banff Nationalpark angekommen bist, kannst du den Park auf verschiedene Weise erkunden. Zwar ist das Auto eine Möglichkeit, aber es ist keines Falls notwendig. Die meisten Attraktionen sind auch mit dem Bus erreichbar. Hier sind einige Möglichkeiten, wie du dich im Banff Nationalpark fortbewegen kannst:
- Mit dem Auto: Mit einem Auto kannst du dich im Park relativ frei bewegen. Allerdings musst du beachten, dass einige Straßen im Winter gesperrt oder nur mit Schneeketten befahrbar sind. Außerdem kann es im Sommer zu Staus und Parkplatzmangel kommen, vor allem an den beliebtesten Orten.
- Mit dem Bus: Es gibt mehrere Buslinien von Roam Transit, dem öffentlichen Nahverkehrsbetrieb der Region. Insgesamt 10 Linien verbinden das Zentrum von Banff mit den wichtigsten Attraktionen, sowie den Campingplätzen und Hotels. Die Busse sind eine umweltfreundliche und günstige Möglichkeit, um zum Beispiel von Banff nach Lake Louise zu gelangen. Außerdem entgehst du so der lästigen Suche nach einem Parkplatz. Allerdings bist du weniger flexibel und musst dich an die Fahrpläne halten.
- Mit dem Fahrrad: Eine sportliche und spaßige Möglichkeit, den Park zu erkunden, ist mit dem Fahrrad. Es gibt viele Radwege, wie zum Beispiel den Legacy Trail, der Banff mit Canmore verbindet. Eine beliebte Radtour ist entlang des Bow Valley Parkway, von Banff nach Lake Louise. Es gibt mehrere Möglichkeiten ein Fahrrad in Banff oder Lake Louise zu mieten. Beachte natürlich die Verkehrsregeln, aber auch, dass du dich vor Wildtieren schützt. Mit dem Fahrrad bist du schnell unterwegs. Bären hören dich im Zweifel erst spät und du läufst Gefahr sie zu überraschen.
Unterkunft: Welche Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in Banff?

Banff ist ein sehr touristischer Ort. Von Jugendherbergen bis Luxushotels, wie dem ikonischen Banff Springs Hotel, in Banff findest du Hotels und Ferienwohnungen für jeden Geschmack. Für Naturliebende bietet der Banff Nationalpark außerdem zahlreiche Campingplätze. Einige, wie die Campingplätze am Tunnel Mountain, sind mit dem Bus nur wenige Minuten vom Zentrum von Banff entfernt. Falls du mit einem Wohnmobil nach Banff kommst, musst du es während deines Aufenthalts nicht bewegen, um den Nationalpark zu erkunden.
In Banff gibt es etwa 3700 Hotelzimmer und der Tunnel Mountain Campground hat 1150 Plätze. In der Hochsaison sind diese oft ausgebucht. Falls du im Sommer nach Banff reisen willst, solltest du frühzeitig buchen.
Für mehr Informationen:
Einige Verhaltenstipps
Der Banff Nationalpark ist ein beliebtes Reiseziel für alle Jahreszeiten, aber auch ein sensibler Ökosystem, das von den Auswirkungen des Klimawandels und des Tourismus bedroht ist. Daher ist es wichtig, dass du dich als Besucher verantwortungsvoll verhälst und die Regeln des Parks befolgst. Dazu gehören unter anderem:
- Bleibe auf den markierten Wegen und halte dich von gesperrten Gebieten fern.
- Füttere oder störe keine Wildtiere und halte mindestens 100 Meter Abstand zu Bären und 30 Meter zu anderen Tieren.
- Lagere deine Lebensmittel und Abfälle sicher in den dafür vorgesehenen Behältern oder Fahrzeugen.
- Respektiere die anderen Besucher und verhalte dich ruhig und rücksichtsvoll.
- Informiere dich über die aktuellen Bedingungen und Gefahren im Park und plane deine Aktivitäten entsprechend.
Wie verhält man sich bei einer Begegnung mit einem Bären?
Im Banff Nationalpark gibt es zwei Arten von Bären: Grizzlybären und Schwarzbären. Bären sind im Banff Nationalpark das ganze Jahr über präsent, aber am aktivsten im Frühling und im Herbst, wenn sie nach Nahrung suchen oder sich auf den Winterschlaf vorbereiten. Im Winter ziehen sie sich in ihre Höhlen zurück und halten eine Art Winterruhe. Die Bärensaison ist von April bis November, bevor sie überwintern.
Die Begegnung mit einem Bären im Park ist ein unvergessliches Erlebnis, aber auch ein ernstes Risiko. Bären können aggressiv und unberechenbar reagieren, wenn sie sich bedroht oder gestört fühlen. Daher solltest du immer einen sicheren Abstand zu den Bären halten. Informiere dich vorab über die richtigen Verhaltensregeln. Hier sind einige grundlegende Tipps, um Bärenkonflikte zu vermeiden oder zu lösen:
- Bleibe auf den markierten Wegen und vermeide es, allein oder bei Dämmerung oder Dunkelheit zu wandern.
- Mache Lärm beim Wandern, indem du sprichst oder singst, um die Bären auf deine Anwesenheit aufmerksam zu machen und sie nicht zu überraschen. Normalerweise wollen sie dir genau so wenig begegnen, wie du ihnen!
- Trage immer Bärenspray bei dir und informiere dich, wie du es benutzt. Bärenspray gibt es in einigen Sport- und Outdoor-Geschäften auf Nachfrage.
- Lagere deine Lebensmittel und Abfälle sicher in den dafür vorgesehenen Behältern oder im Fahrzeug.
- Wenn du einen Bären sieht, bleibe ruhig und halte dich bereit, Bärenspray zu benutzen. Bewege dich langsam rückwärts und spreche mit ruhiger Stimme. Vermeide es, dem Bären in die Augen zu schauen oder wegzulaufen. Wenn der Bär angreift, wehre dich mit allem, was du hast.
- Melde jede Bärenbegegnung oder -aktivität an die Parkverwaltung.
Bären sind beeindruckende Tiere, die unseren Respekt und unsere Bewunderung verdienen. Wenn wir uns verantwortungsvoll verhalten und die Regeln des Parks befolgen, können wir die Bären schützen und gleichzeitig ihre Schönheit genießen.
Eintrittspreise & praktische Hinweise
Für den Eintritt in den Banff Nationalpark benötigst du einen gültigen Parks Canada Tagespass oder eine Discovery Pass-Jahreskarte – diese gilt für alle Nationalparks Kanadas und lohnt sich ab einem längeren Aufenthalt oder mehreren Parks.
Deine Optionen (Preise Stand 2026, bitte vor Reise bei Parks Canada prüfen):
- Tagespass Erwachsene: 12,25 $CA pro Person
- Tagespass Familie/Gruppe: 24,50 $CA pro Fahrzeug (bis zu 7 Personen)
- Discovery Pass (Jahreskarte) Erwachsene: 83,50 $CA
- Discovery Pass Familie/Gruppe: 167,50 $CA
Rechenbeispiel: Wenn du länger als 7 Tage in den Nationalparks unterwegs bist oder mit Familie/Freunden reist, lohnt sich der Discovery Pass. Er gilt ein Jahr lang und deckt alle über 80 Nationalparks Kanadas ab – also auch Yoho, Jasper und weitere.
Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre haben freien Eintritt.
Wichtig: Aufgrund der Canada Strong-Initiative ist zwischen dem 19. Juni 2026 und dem 7. September 2026 der Eintritt in die meisten Parks Canada Einrichtungen, wie Nationalparks kostenlos. Außerdem gibt es Rabatte von 25 % Camping und Unterkünfte.
Häufig gestellte Fragen zum Banff Nationalpark
Wie viele Tage sollte ich für den Banff Nationalpark einplanen?
Für einen ersten Besuch empfehlen sich mindestens 3 bis 5 Tage. So hast du Zeit für die wichtigsten Highlights wie Lake Louise, Moraine Lake, die Banff Gondola und Johnston Canyon – plus eine Fahrt auf dem Icefields Parkway. Wer auch Jasper miteinbeziehen möchte, sollte 7–10 Tage einplanen.
Brauche ich im Banff Nationalpark ein Auto?
Ein Auto ist praktisch, aber nicht zwingend nötig. Roam Transit verbindet Banff mit Lake Louise und den wichtigsten Sehenswürdigkeiten per Bus. Moraine Lake und Lake Louise sind für Privatfahrzeuge gesperrt – beide Seen sind per Shuttle von Parks Canada erreichbar, den du vorab buchen solltest.
Wann ist die beste Reisezeit für den Banff Nationalpark?
Das hängt von deinen Interessen ab. Für türkisblaue Seen und Wandern: Juli bis September. Für Skifahren und Winterlandschaft: Dezember bis März. Herbst (September/Oktober) bietet goldene Lärchen und weniger Trubel. Frühling (April/Mai) ist eher ruhig, manche Wege sind noch gesperrt.
Wie teuer ist ein Besuch im Banff Nationalpark?
Der Nationalpark-Tagespass kostet ca. 12 CAD pro Person (Stand 2026). Wer mehrere Parks besucht, spart mit dem Discovery Pass (ca. 83 CAD/Jahr). Hinzu kommen Kosten für Verpflegung und Unterkunft – Banff gehört zu den teuereren Reisezielen Kanadas, bietet aber auch viele kostenlose Aktivitäten.
Kann ich Bären im Banff Nationalpark sehen?
Ja – Grizzly- und Schwarzbären sind im Park heimisch und können besonders im Frühling und Herbst am Straßenrand gesichtet werden. Halte immer mindestens 100 Meter Abstand und trage Bärenspray bei dir. Bärenbegegnungen sind unvergesslich – im sicheren Abstand ein echtes Highlight jeder Banff-Reise.
Ist der Banff Nationalpark das ganze Jahr geöffnet?
Ja, der Park ist ganzjährig zugänglich. Allerdings sind einige Straßen und Wanderwege im Winter gesperrt oder nur mit Winterausrüstung begehbar. Der Icefields Parkway kann bei Schneefall zeitweise gesperrt sein – aktuelle Bedingungen findest du auf der Parks Canada Website.
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